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Wissenswert

Errichtung von Pflegekammern in den einzelnen Bundesländern

19.04.2018 Auf Bundesebene zeigen sich Aktivitäten zur Errichtung einer Bundespflegekammer. Rheinland-Pfalz ist auf Länderebene bereits Vorreiter in Sachen Pflegekammer. In Schleswig-Holstein ist die Wahl abgeschlossen, die konstituierende Kammerversammlung soll Ende April 2018 stattfinden. In Niedersachsen steht im Juni 2018 die Wahl zur Kammerversammlung an. In Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen soll eine Befragung der Pflegenden über die Einführung einer beruflichen Interessenvertretung entscheiden. Bayern hat sich auch bereits festgelegt. Anstelle einer klassischen Pflegekammer gibt es dort eine freiwillige Interessenvertretung. In weiteren Bundesländern zeigen sich konkrete Initiativen, die sich auch für eine berufsständische Vertretung der Pflegeberufe engagieren. Informieren Sie sich darüber, wie weit diese Bemühungen bereits fortgeschritten sind.

Überblick Heimgesetzgebung in den Bundesländern

13.04.2018 Seit dem 16. Dezember 2017 (bereits ergänzt zum 3. Februar 2018) gibt es ein neues Heimgesetz in Bremen. Die entsprechende Personalverordnung ist am 12. April 2018 in Kraft getreten. Das nordrhein-westfälische Heimgesetz soll ebenso wie das bayerische Heimgesetz reformiert werden. Wie sieht die Heimgesetzgebung in den Bundesländern insgesamt aus? Hier ein kurzer Überblick:

Forschungsdatenbank zu Pflegeprojekten

27.03.2018 Einen sehr guten Überblick über die Forschungsaktivitäten zur Pflege und Versorgung älterer Menschen in Deutschland stellt das Zentrum für Qualität in der Pflege kostenlos zur Verfügung.

Übersicht Expertenstandards

27.03.2018 Die Implementierung des Expertenstandards "Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz" ist aktuell im Gespräch. Weitere Expertenstandards werden schon seit Jahren in der Pflege umgesetzt.

Personalausstattung in Pflegeheimen

21.03.2018 Die Verpflichtung zur Sicherstellung der vertraglich vereinbarten Personalausstattung in Pflegeheimen wird verschärft.

Qualitätsprüfungen in der Pflege

15.03.2018 Es wird voraussichtlich frühestens im Jahr 2019 ein neues Verfahren zur Prüfung der Pflegequalität im stationären Sektor geben, im ambulanten Sektor sogar erst im Jahr 2020.

1. Januar 2018: Höherer Pflegemindestlohn

10.01.2018 Zum 1. Januar 2018 wurde der Pflegemindestlohn für alle Beschäftigten in der Pflegebranche erhöht.

Umsetzung der vereinfachten Pflegedokumentation

09.11.2017 Knapp jede zweite Pflegeeinrichtung nahm im Sommer 2017 bereits an der bundesweiten Implementierung der neuen Pflegedokumentation teil, mit dem Ziel, in der ambulanten und stationären Pflege den Umfang der Pflegedokumentation deutlich zu reduzieren - ohne Abstriche bei der Aussagekraft. Seit April 2017 wird die Entbürokratisierung der Pflegedokumentation auch im Bereich Kurzzeit- und Tagespflege sukzessive durchgeführt. Das Entbürokratisierungsprojekt wurde zum 1. November 2017 in die Verantwortung der Träger verbände überführt.

Expertenstandard Dekubitusprophylaxe

17.08.2017 Im Juni 2017 ist die neue Ausgabe des Expertenstandards Dekubitusprophylaxe erschienen.

Begutachtungs-Richtlinen

02.08.2017 Seit dem 1. Januar 2017 sind die Begutachtungs-Richtlinien, vom 15. April 2016, bei der Feststellung von Pflegebedürftigkeit zu beachten. Mit Beschluss vom 31. März 2017 wurden die Richtlinien an das PSG III angepasst und in einigen Punkten redaktionell überarbeitet.

          Pflegerecht 2017

          einschließlich PSG III
          Praxiskommentar (Broschüre)
          Artikel-Nr. 41833
          Broschüre
          Format: DIN A5, rd. 630 Seiten inkl. Präsentation zum Online-Seminar
          Stand: 01.01.2017
          ISBN: 978-3-553-41833-1
          Aktualisierungen: --
          Verfügbarkeit: lieferbar
          Preisinformation: inkl. der gesetzlichen MwSt. und versandkostenfreier Zusendung im Inland.
          Preis: 69,90 €

          Zum 1. Januar 2017 ist die mit dem PSG II verkündete große Pflegereform nun endgültig in Kraft getreten. Damit kommen das neue Begutachtungsinstrument (NBI) und die Umstellung des Leistungssystems der Pflegeversicherung zur Anwendung– aus Pflegestufen werden Pflegegrade. Pflegebedürftige Menschen im Leistungsbezug erhalten nach der Umstellung mindestens gleich hohe Leistungen. Überleitungsregelungen sollen den Übergang von Pflegestufen zu Pflegegraden erleichtern.

          Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz – z. B. Menschen mit einer demenziellen Erkrankung – werden direkt in den übernächsten Pflegegrad eingestuft. So wird beispielsweise die Pflegestufe I (2016) automatisch in den Pflegegrad 3 (2017) umgewandelt. Bei Menschen mit vorwiegend körperlichen Beeinträchtigungen erfolgt die Einstufung in den nächsten Pflegegrad, beispielsweise wird aus Pflegestufe I (2016) Pflegegrad 2 (2017). Für alle Versicherten, die 2017 erstmals pflegebedürftig werden und einen Antrag auf die Leistungen der Pflegeversicherung stellen, gilt dann das neue Begutachtungsverfahren.

          Die aktuelle Broschüre stellt die neue Rechtslage im Zusammenhang dar, enthält darüber hinaus nicht nur den gesamten aktuellen Gesetzestext des SGB XI, wobei alle Änderungen ab 1. Januar 2017 hervorgehoben sind, sondern auch eine Erstkommentierung zu diesen Änderungen. Leistungsrechtliche Vorschriften im SGB XI werden in bewährter Weise durch die Ausführungen des brandaktuellen, gleichnamigen Rundschreibens des GKV-Spitzenverbandes vom 22. Dezember 2016 ergänzt.

          Darüber hinaus sind auch die Änderungen durch das PSG III vom 23. Dezember 2016 eingearbeitet. Damit einher geht die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs im Recht der Hilfe zur Pflege. Hiermit wird insbesondere die große Pflegereform auch für die Träger der Sozialhilfe umgesetzt. Auch nach Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs kann ein darüber hinausgehender Bedarf an Pflege bestehen. Dieser wird bei finanzieller Bedürftigkeit durch die Hilfe zur Pflege im Rahmen der Sozialhilfe und dem sozialen Entschädigungsrecht gedeckt. Wie im SGB XI ist nun auch im Recht auf Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII und im Bundesversorgungsgesetz (BVG) der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt worden. Damit ist sichergestellt, dass finanziell Bedürftige im Falle der Pflegebedürftigkeit angemessen versorgt werden. Daneben enthält das PSG III

          • Regelungen zur Sicherstellung der Versorgung durch die Länder
          • Regelungen zur Ausweitung der Beratung von Pflegebedürftigen
          • weitere Angebote zur Unterstützung im Alltag
          • Maßnahmen zur Verhinderung von Abrechnungsbetrug und
          • Regelungen der Schnittstellenproblematik zwischen Pflegeversicherung und Eingliederungshilfe.

          Dies alles berücksichtigt die Broschüre und wendet sich damit nicht nur an den Kreis der mit der Pflegeversicherung Befassten, sondern insbesondere auch an die Träger der Sozialhilfe und die mit der Umsetzung des BVG betrauten Behörden sowie alle weiteren Personen und Einrichtungen, die in diesem Bereich ihren Tätigkeitsschwerpunkt haben.