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Wissenswert

Feststellung der Arbeitsunfähigkeit (AU) und eAU

16.09.2021 Neben Regelungen zur Feststellung der AU per Videosprechstunde befasste sich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) auch mit der digitalen AU-Bescheinigung (eAU). Deren Start wurde zwischenzeitlich auf den 1. Oktober 2021 verschoben und außerdem um eine Übergangsregelung bis zum 31. Dezember 2021 ergänzt.

Voraussichtliche Rechengrößen 2022

16.09.2021 Es liegt ein Verordnungsentwurf für die Sozialversicherungs-Rechengrößen 2022 vor.
Quelle: vgl. BMAS

Corona-Pandemie: Krankschreibung per Telefon

12.07.2021 Nach Informationen des Gemeinsamen Bundesausschusses ist nun voraussichtlich bis zum 30. September 2021 aufgrund der Corona-Pandemie eine Krankschreibung per Telefon unter bestimmten Bedingungen möglich.

Medizinprodukte: Verschärfte Zulassung und Kontrolle

27.05.2021 Am 26. Mai 2021 sind strengere Vorschriften für Medizinprodukte europaweit in Kraft getreten.
Quelle: vgl. PM der EU-Kommission

IGeL-Monitor

17.03.2021 Eine nicht kommerzielle Plattform, der IGeL-Monitor, informiert im Internet über Nutzen und Nachteile von sogenannten individuellen Gesundheitsleistungen.

AOK-Gesundheitsnavigator

25.02.2021 Der AOK-Gesundheitsnavigator informiert noch umfassender u. a. über die Qualität von niedergelassenen Ärzten und Kliniken. Er ist werbefrei und hat keinen kommerziellen Hintergrund, die Nutzung ist kostenlos.

Elektronische Patientenakte (ePA) und eRezept

25.02.2021 Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet weiter voran. Mit dem Patientendaten-Schutz-Gesetz sind weitere Entwicklungen bei der ePA und dem eRezept vereinbart worden.

Stärkung der Vor-Ort-Apotheken

05.01.2021 Das Gesetz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken ist zu großen Teilen am 15. Dezember 2020 in Kraft getreten.

Rechengrößen in der Sozialversicherung 2021

01.01.2021 Am 1. Januar 2021 sind die neuen SV-Rechengrößen in Kraft getreten.

Änderungen bei Krankenkassenwahl ab 2021

15.12.2020 Zum 1. Januar 2021 gibt es Änderungen bei der Krankenkassenwahl. Sie betreffen neben einer kürzeren Bindungsfrist auch den elektronischen Datenaustausch.
Quelle: www.aok.de

          Leistungsabrechnung und Datenaustausch mit Krankenkassen

          Loseblattwerk
          (Abonnement)
          Artikel-Nr. 39000
          Loseblattwerk
          Format: DIN A5, 6 Ordner mit Register. Umfang ca 6.100 Seiten
          Stand: März 2021
          ISBN: 978-3-553-39000-2
          Aktualisierungen: Zur Fortsetzung mit kostenpflichtigen Nachträgen (ca. 6 Aktualisierungen p. a.)
          Verfügbarkeit: lieferbar
          Preisinformation: inkl. der gesetzlichen MwSt. und versandkostenfreier Zusendung im Inland.
          Preis: 182,00 €

          Durch die Neuregelungen des Gesundheitsstrukturgesetzes 1995 wurden die Abrechnungsverfahren zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung und ihren Vertragspartnern auf den elektronischen Datenaustausch umgestellt. Grundlage für die Übermittlung von z. B. den Leistungsabrechnungen ist also die elektronische Datenübertragung, in erster Priorität mittels Datenfernübertragung.

          Die Neuregelung betrifft überwiegend die technische Organisation für die elektronische Übermittlung der Abrechnungen. Für den elektronischen Datenaustausch zwischen den Vertragspartnern sind Standards und Normen erforderlich. Standards und Normen sorgen für Effizienz bei den notwendigen Verwaltungsabläufen. Mit dem Begriff Vertragspartner sind alle Dienstleister gemeint, die für die Mitglieder der Krankenversicherung und ihre Familienangehörigen Leistungen im Rahmen des Versicherungsverhältnisses erbringen, vor allem Ärzte, Zahnärzte, Apotheken, Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Polikliniken sowie die Sonstigen Leistungserbringer wie Badebetriebe, Masseure, Physiotherapeuten, Krankengymnasten, Logopäden, Sprachheilbehandler, Hebammen, Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädie-Schumacher/Techniker, Krankentransport-Unternehmer, Taxiunternehmen und Luftrettungsdienste sowie sonstige Lieferanten. Vertragspartner für die Pflegeversicherung sind die Leistungserbringer der Pflegeversorgung, insbesondere kommunale oder karitative Einrichtungen, aber auch Krankenhäuser, private Pflegeeinrichtungen, Altenheime, Orthopädietechniker usw.
          Standards und Normen sorgen für Effizienz bei den notwendigen Verwaltungsabläufen.

          Soweit im Einzelfall die technischen Voraussetzungen nicht vorhanden sind oder eine Umstellung auf Datenfernübertragung nicht wirtschaftlich ist, kann die Datenübermittlung auf maschinell verwertbaren Datenträgern erfolgen.

          Der elektronische Datenaustausch ist inzwischen an die Stelle der papierbasierten Kommunikation getreten. Grund dafür ist neben der gesetzlichen Verpflichtung die schnelle, sichere Kommunikation des elektronischen Datenaustausches. Der papierlose Datenaustausch hat erhebliche Rationalisierungsmöglichkeiten:

          • weniger Aufwand für Datenerfassung,
          • weniger Aufwand durch Wegfall von Fehlermöglichkeiten bei der Erfassung,
          • Zeitersparnis beim Datentransport,
          • Verbesserung der Verfahrensabläufe im Abrechnungsgeschäft durch Vereinheitlichung und Strukturierung der Verarbeitung bei den Krankenkassen.

          Insbesondere die Wirtschaftlichkeitsvorteile liegen für beide Seiten auf der Hand, sowohl für die Krankenkassen als auch für deren Vertragspartner.

          Zielsetzung des Gesetzgebers und ihr Nutzen sind klar, die Umsetzung war aber aufgrund der heterogenen technischen Ausgangssituation der Vertragspartner mit einigen Hürden verbunden. Unter anderem mussten Medienbrüche vermieden werden.

          Dies stellte die Vertragspartner im Gesundheitssystem vor die Anforderung, die technischen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass eine effiziente und effektive elektronische Kommunikation betrieben werden kann, der alle am Verfahren Beteiligten auch folgen können. Hier kommt es deshalb grundsätzlich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner an.

          Die inzwischen etablierten Kommunikationsverfahren berücksichtigten deshalb soweit als möglich anerkannte Standards und Normen.

          Von Beginn an wurde größten Wert auf den Schutz der Daten auf dem Transportwege gelegt. Hier kommt der höchst mögliche technische Standard zum Einsatz der in der „Security Schnittstelle für den Datenaustausch im Gesundheits- und Sozialwesen“ beschrieben ist. Es handelt sich um die festgeschriebene, jedoch offengelegte Schnittstelle für das Gesundheits- und Sozialwesen. Erklärtes Ziel der Definitionen ist es, im Gesundheits- und Sozialwesen eine gesicherte digitale Kommunikation unabhängig von der Art der beteiligten Systeme zu gewährleisten. Dabei nimmt die kryptographische Technik als grundlegendes Verfahren einer Sicherheitstechnologie die zentrale Rolle ein.

          Die beteiligten Vertragspartner arbeiten gemeinsam an der Pflege und Weiterentwicklung der Technischen Richtlinien für den elektronischen Datenaustausch. Die Richtlinien regeln die Kommunikation der Krankenkassen mit den Leistungserbringern und Arbeitgebern sowie Dritten wie Ministerien, dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen, der Deutschen Rentenversicherung, der Bundesagentur für Arbeit, den Bundes- und Landesämtern und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.