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Wissenswert

Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz 2021 steigt auf 1,3 Prozent

11.11.2020 Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der GKV beträgt 2021 1,3 Prozent. Er ist ein wichtiger Faktor für die Haushaltsplanungen und für die Festlegung des individuellen Zusatzbeitragssatzes einer Krankenkasse.

Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG)

04.11.2020 Am 20. Oktober 2020 ist das Patientendaten-Schutz-Gesetz in Kraft getreten.

Änderungen bei Krankenkassenwahl ab 2021

27.10.2020 Zum 1. Januar 2021 gibt es Änderungen bei der Krankenkassenwahl. Sie betreffen neben einer kürzeren Bindungsfrist auch den elektronischen Datenaustausch.
Quelle: www.aok.de

Voraussichtliche Rechengrößen 2021

22.10.2020 Das Bundeskabinett hat am 14. Oktober 2020 die Verordnung zu den SV-Rechengrößen 2021 beschlossen.Nun muss die Verordnung noch den Bundesrat passieren und veröffentlicht werden, bevor sie am 1. Januar 2021 in Kraft treten kann.

Corona-Pandemie: Krankschreibung per Telefon

22.10.2020 Nach Informationen des Gemeinsamen Bundesausschusses ist nun voraussichtlich bis zum 31. Dezember 2020 aufgrund der Corona-Pandemie wieder eine Krankschreibung per Telefon unter bestimmten Bedingungen möglich.

Höhere Zuschüsse bei Zahnersatz ab 1. Oktober 2020

06.10.2020 Zum 1. Oktober 2020 haben sich die Zuschüsse zur Regelversorgung beim Zahnersatz erhöht.

Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie

19.08.2020 Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Änderungen in der Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie beschlossen. So sollen zukünftig unter bestimmten Voraussetzungen beispielsweise Krankenschreibungen per Videosprechstunde möglich sein. Der Beschluss tritt erst nach Nichtbeanstandung durch das Bundesgesundheitsministerium und Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

Aktualisiertes Web-Portal der BGF-Koordinierungsstelle

29.07.2020 Die BGF-Koordinierungsstelle ist ein Gemeinschaftsangebot der gesetzlichen Krankenkassen und unterstützt Unternehmen beim Aufbau einer Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Ihr Informationsportal steht nun in überarbeiteter Version zur Verfügung.

Stärkung der Intensivpflege

15.07.2020 Am 2. Juli 2020 wurde das Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz im Bundestag beschlossen. Neben einer verbesserten Versorgung in der Intensivpflege sollen auch Fehlanreize vermieden werden.

Anpassungsfaktor für Entgeltersatzleistungen

14.07.2020 Der ab dem 1. Juli 2020 geltende Anpassungsfaktor für Entgeltersatzleistungen, wie z. B. das Krankengeld in der GKV, beträgt 1,0304.

          Leistungsabrechnung und Datenaustausch mit Krankenkassen

          Loseblattwerk
          (Abonnement)
          Artikel-Nr. 39000
          Loseblattwerk
          Format: DIN A5, 6 Ordner mit Register. Umfang ca 6.100 Seiten
          Stand: August 2020
          ISBN: 978-3-553-39000-2
          Aktualisierungen: Zur Fortsetzung mit kostenpflichtigen Nachträgen (ca. 6 Aktualisierungen p. a.)
          Verfügbarkeit: lieferbar
          Preisinformation: inkl. der gesetzlichen MwSt. und versandkostenfreier Zusendung im Inland.
          Preis: 178,59 €

          Durch die Neuregelungen des Gesundheitsstrukturgesetzes 1995 wurden die Abrechnungsverfahren zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung und ihren Vertragspartnern auf den elektronischen Datenaustausch umgestellt. Grundlage für die Übermittlung von z. B. den Leistungsabrechnungen ist also die elektronische Datenübertragung, in erster Priorität mittels Datenfernübertragung.

          Die Neuregelung betrifft überwiegend die technische Organisation für die elektronische Übermittlung der Abrechnungen. Für den elektronischen Datenaustausch zwischen den Vertragspartnern sind Standards und Normen erforderlich. Standards und Normen sorgen für Effizienz bei den notwendigen Verwaltungsabläufen. Mit dem Begriff Vertragspartner sind alle Dienstleister gemeint, die für die Mitglieder der Krankenversicherung und ihre Familienangehörigen Leistungen im Rahmen des Versicherungsverhältnisses erbringen, vor allem Ärzte, Zahnärzte, Apotheken, Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Polikliniken sowie die Sonstigen Leistungserbringer wie Badebetriebe, Masseure, Physiotherapeuten, Krankengymnasten, Logopäden, Sprachheilbehandler, Hebammen, Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädie-Schumacher/Techniker, Krankentransport-Unternehmer, Taxiunternehmen und Luftrettungsdienste sowie sonstige Lieferanten. Vertragspartner für die Pflegeversicherung sind die Leistungserbringer der Pflegeversorgung, insbesondere kommunale oder karitative Einrichtungen, aber auch Krankenhäuser, private Pflegeeinrichtungen, Altenheime, Orthopädietechniker usw.
          Standards und Normen sorgen für Effizienz bei den notwendigen Verwaltungsabläufen.

          Soweit im Einzelfall die technischen Voraussetzungen nicht vorhanden sind oder eine Umstellung auf Datenfernübertragung nicht wirtschaftlich ist, kann die Datenübermittlung auf maschinell verwertbaren Datenträgern erfolgen.

          Der elektronische Datenaustausch ist inzwischen an die Stelle der papierbasierten Kommunikation getreten. Grund dafür ist neben der gesetzlichen Verpflichtung die schnelle, sichere Kommunikation des elektronischen Datenaustausches. Der papierlose Datenaustausch hat erhebliche Rationalisierungsmöglichkeiten:

          • weniger Aufwand für Datenerfassung,
          • weniger Aufwand durch Wegfall von Fehlermöglichkeiten bei der Erfassung,
          • Zeitersparnis beim Datentransport,
          • Verbesserung der Verfahrensabläufe im Abrechnungsgeschäft durch Vereinheitlichung und Strukturierung der Verarbeitung bei den Krankenkassen.

          Insbesondere die Wirtschaftlichkeitsvorteile liegen für beide Seiten auf der Hand, sowohl für die Krankenkassen als auch für deren Vertragspartner.

          Zielsetzung des Gesetzgebers und ihr Nutzen sind klar, die Umsetzung war aber aufgrund der heterogenen technischen Ausgangssituation der Vertragspartner mit einigen Hürden verbunden. Unter anderem mussten Medienbrüche vermieden werden.

          Dies stellte die Vertragspartner im Gesundheitssystem vor die Anforderung, die technischen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass eine effiziente und effektive elektronische Kommunikation betrieben werden kann, der alle am Verfahren Beteiligten auch folgen können. Hier kommt es deshalb grundsätzlich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner an.

          Die inzwischen etablierten Kommunikationsverfahren berücksichtigten deshalb soweit als möglich anerkannte Standards und Normen.

          Von Beginn an wurde größten Wert auf den Schutz der Daten auf dem Transportwege gelegt. Hier kommt der höchst mögliche technische Standard zum Einsatz der in der „Security Schnittstelle für den Datenaustausch im Gesundheits- und Sozialwesen“ beschrieben ist. Es handelt sich um die festgeschriebene, jedoch offengelegte Schnittstelle für das Gesundheits- und Sozialwesen. Erklärtes Ziel der Definitionen ist es, im Gesundheits- und Sozialwesen eine gesicherte digitale Kommunikation unabhängig von der Art der beteiligten Systeme zu gewährleisten. Dabei nimmt die kryptographische Technik als grundlegendes Verfahren einer Sicherheitstechnologie die zentrale Rolle ein.

          Die beteiligten Vertragspartner arbeiten gemeinsam an der Pflege und Weiterentwicklung der Technischen Richtlinien für den elektronischen Datenaustausch. Die Richtlinien regeln die Kommunikation der Krankenkassen mit den Leistungserbringern und Arbeitgebern sowie Dritten wie Ministerien, dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen, der Deutschen Rentenversicherung, der Bundesagentur für Arbeit, den Bundes- und Landesämtern und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.