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Wissenswert

MDK-Reformgesetz

28.01.2020 Das MDK-Reformgesetz vom 14. Dezember 2019 ist am 20. Dezember 2019 veröffentlicht worden. Die meisten Bestimmungen sind am 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Neben organisatorischen Änderungen, die den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung betreffen, enthält es u. a. auch Neuregelungen für den Krankenhausbereich.

Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz 2020 steigt auf 1,1 Prozent

01.01.2020 Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der GKV beträgt 2020 1,1 Prozent. Er ist ein wichtiger Faktor für die Haushaltsplanungen und für die Festlegung des individuellen Zusatzbeitragssatzes einer Krankenkasse.

ALV-Beitragssatz sinkt auf 2,4 Prozent ab 1. Januar 2020

01.01.2020 Ab dem 1. Januar 2020 beträgt der ALV-Beitragssatz 2,4 Prozent.

RV-Beitragssatz auch 2020 unverändert

01.01.2020 Der RV-Beitragssatz beträgt wie im Vorjahr weiterhin 18,6 Prozent.

Rechengrößen 2020

01.01.2020 Die Rechengrößen 2020 stehen nun fest. Der Bundesrat hat der Verordnung über die Sozialversicherungs-Rechengrößen für das Jahr 2020 am 29. November 2019 zugestimmt. Die neuen Rechenwerte finden Sie hier.

Geplantes Fairer-Kassenwettbewerb-Gesetz (GKV-FKG)

11.12.2019 Am 12. Dezember 2019 soll das "Gesetz für einen fairen Kassenwettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung" in 1. Lesung im Bundestag beraten werden. Neben der Weiterentwicklung des Finanzausgleichs soll es u. a. auch neue Verhaltensregeln für den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen geben.
Quelle: Gesetzentwurf der Bundesregierung

Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG)

05.12.2019 Ziel des DVG ist eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovationen. Das Gesetz hat am 29. November 2019 den Bundesrat passiert und kann somit nach Unterzeichnung und Verkündung in Kraft treten.

Elektronische Meldung der Arbeitsunfähigkeit an den Arbeitgeber

28.11.2019 Ab dem Jahr 2022 sollen die Krankenkassen den Arbeitgebern auf Abruf elektronisch u. a. den Beginn und das Ende der Arbeitsunfähigkeit eines Arbeitnehmers mitteilen.
Quelle: Drittes Bürokratieentlastungsgesetz

Geplantes Gesetz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken

24.10.2019 Am 17. Juli 2019 hat das Bundeskabinett das Gesetz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken beschlossen. Der Bundesrat hat sich am 20. September 2019 mit dem Entwurf befasst. Die Beratungsfolge sieht weitere Termine im November und Dezember 2019 vor. Das Inkrafttreten des Gesetzes ist für Anfang 2020 geplant.
Quelle: Gesetzentwurf der Bundesregierung

IGeL-Monitor

08.10.2019 Eine nicht kommerzielle Plattform, der IGeL-Monitor, informiert im Internet über Nutzen und Nachteile von sogenannten individuellen Gesundheitsleistungen.

          Leistungsabrechnung und Datenaustausch mit Krankenkassen

          Loseblattwerk
          (Abonnement)
          Artikel-Nr. 39000
          Loseblattwerk
          Format: DIN A5, 6 Ordner mit Register. Umfang ca 6.180 Seiten
          Stand: Februar 2020
          ISBN: 978-3-553-39000-2
          Aktualisierungen: Zur Fortsetzung mit kostenpflichtigen Nachträgen (ca. 6 Aktualisierungen p. a.)
          Verfügbarkeit: lieferbar
          Preisinformation: inkl. der gesetzlichen MwSt. und versandkostenfreier Zusendung im Inland.
          Preis: 182,00 €

          Durch die Neuregelungen des Gesundheitsstrukturgesetzes 1995 wurden die Abrechnungsverfahren zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung und ihren Vertragspartnern auf den elektronischen Datenaustausch umgestellt. Grundlage für die Übermittlung von z. B. den Leistungsabrechnungen ist also die elektronische Datenübertragung, in erster Priorität mittels Datenfernübertragung.

          Die Neuregelung betrifft überwiegend die technische Organisation für die elektronische Übermittlung der Abrechnungen. Für den elektronischen Datenaustausch zwischen den Vertragspartnern sind Standards und Normen erforderlich. Standards und Normen sorgen für Effizienz bei den notwendigen Verwaltungsabläufen. Mit dem Begriff Vertragspartner sind alle Dienstleister gemeint, die für die Mitglieder der Krankenversicherung und ihre Familienangehörigen Leistungen im Rahmen des Versicherungsverhältnisses erbringen, vor allem Ärzte, Zahnärzte, Apotheken, Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Polikliniken sowie die Sonstigen Leistungserbringer wie Badebetriebe, Masseure, Physiotherapeuten, Krankengymnasten, Logopäden, Sprachheilbehandler, Hebammen, Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädie-Schumacher/Techniker, Krankentransport-Unternehmer, Taxiunternehmen und Luftrettungsdienste sowie sonstige Lieferanten. Vertragspartner für die Pflegeversicherung sind die Leistungserbringer der Pflegeversorgung, insbesondere kommunale oder karitative Einrichtungen, aber auch Krankenhäuser, private Pflegeeinrichtungen, Altenheime, Orthopädietechniker usw.
          Standards und Normen sorgen für Effizienz bei den notwendigen Verwaltungsabläufen.

          Soweit im Einzelfall die technischen Voraussetzungen nicht vorhanden sind oder eine Umstellung auf Datenfernübertragung nicht wirtschaftlich ist, kann die Datenübermittlung auf maschinell verwertbaren Datenträgern erfolgen.

          Der elektronische Datenaustausch ist inzwischen an die Stelle der papierbasierten Kommunikation getreten. Grund dafür ist neben der gesetzlichen Verpflichtung die schnelle, sichere Kommunikation des elektronischen Datenaustausches. Der papierlose Datenaustausch hat erhebliche Rationalisierungsmöglichkeiten:

          • weniger Aufwand für Datenerfassung,
          • weniger Aufwand durch Wegfall von Fehlermöglichkeiten bei der Erfassung,
          • Zeitersparnis beim Datentransport,
          • Verbesserung der Verfahrensabläufe im Abrechnungsgeschäft durch Vereinheitlichung und Strukturierung der Verarbeitung bei den Krankenkassen.

          Insbesondere die Wirtschaftlichkeitsvorteile liegen für beide Seiten auf der Hand, sowohl für die Krankenkassen als auch für deren Vertragspartner.

          Zielsetzung des Gesetzgebers und ihr Nutzen sind klar, die Umsetzung war aber aufgrund der heterogenen technischen Ausgangssituation der Vertragspartner mit einigen Hürden verbunden. Unter anderem mussten Medienbrüche vermieden werden.

          Dies stellte die Vertragspartner im Gesundheitssystem vor die Anforderung, die technischen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass eine effiziente und effektive elektronische Kommunikation betrieben werden kann, der alle am Verfahren Beteiligten auch folgen können. Hier kommt es deshalb grundsätzlich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner an.

          Die inzwischen etablierten Kommunikationsverfahren berücksichtigten deshalb soweit als möglich anerkannte Standards und Normen.

          Von Beginn an wurde größten Wert auf den Schutz der Daten auf dem Transportwege gelegt. Hier kommt der höchst mögliche technische Standard zum Einsatz der in der „Security Schnittstelle für den Datenaustausch im Gesundheits- und Sozialwesen“ beschrieben ist. Es handelt sich um die festgeschriebene, jedoch offengelegte Schnittstelle für das Gesundheits- und Sozialwesen. Erklärtes Ziel der Definitionen ist es, im Gesundheits- und Sozialwesen eine gesicherte digitale Kommunikation unabhängig von der Art der beteiligten Systeme zu gewährleisten. Dabei nimmt die kryptographische Technik als grundlegendes Verfahren einer Sicherheitstechnologie die zentrale Rolle ein.

          Die beteiligten Vertragspartner arbeiten gemeinsam an der Pflege und Weiterentwicklung der Technischen Richtlinien für den elektronischen Datenaustausch. Die Richtlinien regeln die Kommunikation der Krankenkassen mit den Leistungserbringern und Arbeitgebern sowie Dritten wie Ministerien, dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen, der Deutschen Rentenversicherung, der Bundesagentur für Arbeit, den Bundes- und Landesämtern und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.