28.11.2012 - Krankenhausinfektionen

Eine Krankenhausinfektion (oder „nosokomiale Infektion“) ist eine Infektion, die durch den Aufenthalt oder die Behandlung in einem Krankenhaus oder in einer Pflegeeinrichtung verursacht wird. Dabei sind die häufigsten Krankenhausinfektionen Harnwegsinfektionen, Venenkathetersepsis, Beatmungspneumonie und postoperative Wundinfektionen. Etwa 3,5 Prozent aller Patienten in Deutschland bekommen auf Allgemeinstationen eine Krankenhausinfektion, auf Intensivstationen etwa 15 Prozent.

 

Zur sicheren Feststellung einer nosokomialen Infektion muss nachgewiesen werden können, dass der Patient ohne die Infektion ins Krankenhaus gekommen ist. Nach Vorgabe des Robert-Koch-Instituts gilt eine Infektion, die vier Tage nach Aufnahme des Patienten entsprechende Symptome zur Folge hat, als nosokomial.

 

Zu einer deutlichen Zunahme von multiresistenten Problemerregern hat in den letzten zwei Jahrzehnten der hohe Antibiotikumverbrauch in der Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten geführt. Der vermehrte Einsatz von Breitspektrum-Antibiotika steht mit der Zunahme von multiresistenten Erregern in direkter Wechselbeziehung. Zunehmend verkompliziert sich demzufolge auch die antibiotische Therapie von Krankenhausinfektionen, wobei häufig mehr als ein Medikament verabreicht werden muss.