29.11.2012 - Krankenhauskosten 2011 leicht gestiegen

Ein Krankenhausaufenthalt hat in Deutschland im Jahr 2011 durchschnittlich 3.960 Euro gekostet - 2,5 Prozent mehr als 2010. Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitgeteilt. Es gab etwa 18,3 Millionen vollstationäre Krankenhausfälle, die insgesamt 83,4 Milliarden Euro gekostet haben.

 

Die durchschnittlichen Kosten je Fall variierten stark in den einzelnen Bundesländern. Am niedrigsten waren sie mit 3.570 Euro in Brandenburg, am höchsten in Hamburg mit 4.628 Euro. Nach Angaben des Bundesamtes sind die Unterschiede nach Ländern strukturell bedingt, beeinflusst vom Versorgungsangebot sowie von der Art und Schwere der behandelten Erkrankungen.

Die Krankenhauskosten setzen sich im wesentlichen aus Personalkosten und Sachkosten zusammen. Erstere stiegen um 4,3, letztere um 4,4 Prozent. Dazu kommen die Aufwendungen für den Ausbildungsfonds (1,1 Milliarden Euro; + 2,7 Prozent). Weitere 1,2 Milliarden Euro entfielen auf Steuern und Zinsen sowie Kosten für Ausbildungsstätten.

In den Gesamtkosten waren auch Ausgaben für nichtstationäre Leistungen in Höhe von 10,8 Milliarden Euro enthalten. Darunter fallen Kosten für ambulante Behandlungen sowie für wissenschaftliche Forschung und Lehre. Die Kosten der rein stationären Krankenhausversorgung betrugen rund 72,6 Milliarden Euro.