29.11.2017 - Neue EU-Entsenderichtlinie

Die EU-Arbeits- und Sozialminister haben sich auf eine gemeinsame Position zur Überarbeitung der EU-Entsenderichtlinie geeinigt.


In der EU soll gleiche Arbeit am gleichen Ort gleich vergütet werden. Das heißt: Es soll bei dem Grundsatz der Entsenderichtlinie bleiben, dass für ins EU-Ausland entsandte Arbeitnehmer die gleichen Mindestvorschriften für Entlohnung und Arbeitsbedingungen gelten wie für lokale Arbeitnehmer.


Der bisher bestehende Anspruch auf die im Gastland geltenden gesetzlichen „Mindestlohnsätze“ wird erweitert auf die vor Ort durch allgemeinverbindliche Tarifverträge geltende Sonderzahlungen und Prämien wie Feiertags- und Gefahrenzuschläge. Reise- oder Unterkunftskosten sollen nicht mehr von der Entlohnung abgezogen werden dürfen. Allerdings sollen Arbeitnehmer höchstens 18 Monate lang in einen anderen Mitgliedstaat arbeiten dürfen, bevor sie in das dortige Sozialversicherungssystem wechseln müssen.