03.08.2017 - Qualitätsprüfungen in der Pflege

Es wird voraussichtlich frühestens im Jahr 2019 ein neues Verfahren zur Prüfung und Darstellung der Pflegequalität für den stationären Sektor geben. 


Mit dem PSG II wurden zum 1. Januar 2016 die Regelungen zur Weiterentwicklung der Qualität in der ambulanten und der stationären Versorgung angepasst. Danach sollen zum Beispiel im stationären Bereich die Maßstäbe und Grundsätze zur Sicherung und Weiterentwicklung der Pflegequalität nach § 113 SGB XI zukünftig u. a. ein indikatorengestütztes Verfahren zur vergleichenden Messung und Darstellung von Ergebnisqualität beinhalten. Die Ergebnisqualität gibt an, was die Pflege und die sonstige Unterstützung durch eine Einrichtung bei den Bewohnern bewirken. Ein Indikator kann sich zum Beispiel auf die Mobilität beziehen und angeben, bei wie vielen Bewohnern die Mobilität innerhalb eines bestimmten Zeitraumes erhalten geblieben ist.   


Nach Informationen des Qualitätsausschusses Pflege wurden in diesem Zusammenhang das IPW (Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld) und das AQUA-Institut (Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitssystem) beauftragt, bis zum Sommer 2018 ein entsprechendes Verfahren zu entwickeln.


Im Anschluss an die wissenschaftliche Entwicklung dieser Instrumente und Verfahren müssen die Maßstäbe und Grundsätze zur Sicherung und Weiterentwicklung der Pflegequalität, die Richtlinien über die Durchführung der Qualitätsprüfung und die Qualitätsdarstellung an das neue Verfahren angepasst werden. Somit wird es voraussichtlich erst im Jahr 2019 ein neues Verfahren zur Prüfung und Darstellung der Pflegequalität für den stationären Sektor geben.